Datum: 28. Dezember 2021 um 18:55
Alarmierungsart: DME
Dauer: 2 Stunden 25 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung Rüstzug 
Einsatzort: KR-Forstwald, Hückelsmaystraße
Fahrzeuge: HLF 7-1 , LF 7-1 , MTF 7-1 
Weitere Kräfte: B-Dienst , Notfallmanager DB , Polizei , Rettungsdienst , Rüstzug BF Feuerwache 1 , Stadtwerke Krefeld 


Einsatzbericht:

Am frühen Abend kam es auf der Bahnstrecke zwischen Krefeld und Mönchengladbach am Bahnübergang Hückelsmaystraße zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Personenzug, sowie einem PKW. Nach ersten Erkenntnissen, blieb der betroffene PKW auf den Gleisen liegen und startete auch nach mehreren Veruschen nicht mehr. Als sich die Bahnschranken schlossen, brachte sich der PKW-Fahrer in Sicherheit und verließ die Gleise. Der Personenzug, welcher aus Mönchengladbach in Fahrtrichtung Krefeld unterwegs war, konnte den Zusammenstoß mit dem Fahrzeug trotz einer eingeleiteten Notbremsung nicht mehr verhindern. Aufgrund der unklaren Meldung, wurde ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst und dem Notfalmanager der DB alarmiert. Während sich die Kräfte auf der Anfahrt befanden, konnte die Leitstelle mit dem Erhalt eines Faxes der Deutschen Bahn die Streckensperrung im betroffenen Bereich bestätigen. Der ersteintreffende Rettungswagen gab per Funk eine Rückmeldung, dass sich ein PKW im Gleisbett befände und der betroffene Zug 150 Meter weiter zum Stillstand gekommen ist. Der Rüstzug traf wenige Minuten vor uns ein und erkundete gemeinsam mit dem B-Dienst und unserem nachfolgend eingetroffenem HLF die Einsatzstelle. Nach einer weiteren Rückmeldung trennte sich unsere HLF Besatzung. Die eine Gruppe erkundete mit unserem Notfallrucksack und dem Einsatzleiter den betroffenen Personenzug, um auszuschließen, dass sich dort verletzte Personen befinden, während die anderen Besatzungsmitglieder, gemeinsam mit unserem zweiten Löschfahrzeug, die Einsatzstelle mit einem sogenannten „Power-Moon“ ausleuchteten.

Im weiteren Verlauf unterstützten wir die Bundespolizei und die Passagiere beim Umsteigen in einen weiteren Zug, um die Weiterfahrt zu ermöglichen. Nach ca 1 Stunde übergab der B-Dienst dem Löschzug Fischeln die Einsatzstelle, welcher zwischenzeitlich das vor Ort befindliche Personal reduzieren konnte und nur noch mit beiden Löschfahrzeugen vor Ort blieb. Im weiteren Einsatzverlauf traf die Abschleppfirma für das Unfallfahrzeug ein, welche wir ebenfalls bei der Bergung unterstützten. Für die Bergung wurde zur Sicherstellung des Brandschutzes eine Schnellangriffsleitung mit einem Trupp unter Atemschutz, 2 Pulverlöscher und 3 Kanister Bindemittel, sowie Schuttmulden bereitgestellt, da aus dem PKW Benzingeruch drang und auch sichtbar weitere Betriebsmittel ausliefen. Nach ca. 15 Minuten war die Bergung des PKW abgeschlossen und unsere Arbeit beschränkte sich nur noch auf die Beseitigung der Trümmerteile. Wenige Minuten später konnten wir alle Maßnahmen an der Einsatzstelle zurücknehmen, um uns einsatzbereit zu machen. Im Anschluss verlegten wir an die Hauptwache, um dort abschließend das HLF wieder vollständig und fachgerecht zu verladen.